fit & fight


Regelmäßige Trainingszeiten:

Teilnehmerbericht Fit & Fight November 2017

Fit & Fight, der Titel allein ist doch schon wirklich vielversprechend. Man tut etwas für die Gesundheit und spannend klingt es auch noch. Und wenn man die Lokalnachrichten vorher noch verfolgte, Trainer des vierstündigen Kurses ist mit Werner Hensel kein geringerer als der amtierende Drittplatzierte im Einzel und Vize-Weltmeister in der Mannschaftswertung seiner Altersklasse im Herrendegen. Wie oft hat man schon die Gelegenheit bei einem Medaillengewinner einer Weltmeisterschaft zu trainieren?

Jede gute Trainingseinheit fängt mit Aufwärmübungen an. Mit Springseilen hüpften wir durch die Halle und versuchten rollende Tennisbälle vor einer bestimmten Markierung zu erwischen. Sehr erheiternd waren auch die Partnerübungen. Allein durch Druck auf die Handflächen bestimmten wir zusammen Laufrichtung und Geschwindigkeit. Bei einer Klatschübung kam schon mal die Reihenfolge durcheinander: linke Hand, rechte Hand, beide Hände oder wie ging es weiter…Bei allen Teilnehmern lockerten diese Einheiten nicht nur die Muskeln, sondern auch die Stimmung.

Wer sich fragt, was diese Übungen sollten, dem lässt sich das leicht beantworten. Konzentration und Koordination sind wichtige Eigenschaften eines Fechters. Und diese Fähigkeiten schulten wir hier auf unterhaltsame Art und Weise.

Weiter auf unserem Lernweg ging es mit den Grundschritten. Der Fuß, auf dessen Seite die Waffe gehalten wird, nach vorne gerichtet und der andere Fuß 90 Grad zur Seite brachte uns in die Grundhaltung, den Oberkörper dabei gerade und locker halten. Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück, zwei schnelle Schritte vor, wissen wo man am nächsten Tag den Muskelkater hat… Aber es lohnt sich, wie sich uns später noch zeigte. Spricht ein Fechter von Linie, wird der Degenarm ausgestreckt. Ist von Ausfall die Rede, macht der Fechter einen großen Schritt nach vorn, in der Hoffnung beim Gegner einen Treffer zu setzen. Als wir dies schon relativ gut beherrschten, durften wir die Degen in die Hand nehmen. Die Zielübungen fand ich dabei sehr kreativ. Nach einem Vorwärts- oder Ausfallschritt einen Handschuh zu treffen ist nicht immer so einfach. Ein schwingendes Seil, wo man in der Schule hochklettern musste, funktioniert auch als partnerschaftliche sowie interessante Zielübung.  

Aber wie verteidigt man sich? Paraden brachten dies uns näher. Quart, Sixt und Oktav sind nur wenige der Bezeichnungen, den Degen in einer solchen Situation richtig zu halten. Als wir dies eine Weile geübt hatten, begann der zweite Teil des Kursnamens. Wir Kursteilnehmer durften uns bereitgestellte Fechterkleidung anlegen und in einer Art kleinem Turnier gegeneinander antreten. Man schloss uns sogar an Melder an zur Trefferanzeige. Es ging immer bis einer der Kontrahenten 5 Treffer erzielte. In voller Montur kann das für einen Anfänger schon anstrengend werden, aber unser kleines Turnier machte echt viel Spaß und war eine spannende Sache.

Dann war aber die Zeit leider schon vorbei. Der vierstündige Kurs ging echt zügig vorbei, was nicht nur den anderen Kursteilnehmern, sondern auch vor allem an den guten Übungen und dem mehr als fähigen Trainer zu verdanken ist.

Mein Fazit: Wer Gelegenheit hat bei Fit & Fight mitzumachen, sollte dies auch tun. Und auch die Fortführung besuchen.