Karate

Über uns

Die MTV-Karateabteilung zählt mit mehrfachen Europameistern, Deutschen Meistern und Landesmeistern zu den erfolgreichsten Vereinen in der Region.

Sonderbeitrag: ab 14 Jahre zusätzlich 23,00 €, bis 14 Jahre zusätzlich 18,00 € jährlich.

Das folgende ist eine blumige Beschreibung der Graduierungen:

9. Kyu Der Schnee liegt auf der Landschaft. Der Lehrer sieht den Schüler nicht. Der Schüler sieht die Lehre nicht.
8. Kyu Der Schnee schmilzt. Die harte, gefrorene Erde leuchtet gelb.
Der Lehrer sieht nicht, ob der Schüler fruchtbar ist. Der Schüler sieht nicht, ob aus dieser Lehre für ihn Früchte wachsen werden.
7. Kyu Die fruchtbare Erde leuchtet in der roten Abendsonne.
Der Lehrer sieht noch keine Frucht. Der Schüler keimt, kann aber noch nichts.
6. Kyu Ein Pflänzlein kommt.
Der Lehrer sieht, der Schüler versteht. Der Schüler erkennt die Wirkung der Lehre.
5. und 4. Kyu Die Baumkrone reicht in den Himmel.
Der Lehrer sieht das Leben seines Samens. Der Schüler sieht die Tiefe der Lehre.
3., 2. und 1. Kyu Der Baum hat feste Borke.
Der Lehrer sieht den Beginn selbständigen Lebens. Der Schüler sieht, fest gewachsen, den ersten Gipfel in der Ferne.
1. bis 9 . DAN Das Wandeln der Stille.

 

Ansprechpartner

Abteilungsleiter: Oliver Hake

Jugendwartin: Patricia Kaak


Besuch beim Karate-Training

Karate ist wahrscheinlich die berühmteste Kampfsportart. Schon der Beginn eines Trainings ist faszinierend. Wie die anderen Teilnehmer mir bei meinem Erstbesuch erklärten, verbeugt man sich beim Eintritt in die Trainingshalle. So demonstriert der Teilnehmer, Karateka genannt, dass er den Trainingsbeginn und alle nun geltenden Regeln akzeptiert. An Trainingskleidung konnte ich normale Sportkleidung tragen, allerdings wird barfuß trainiert. Bei regelmäßiger Teilnahme, vor allem wenn man auch an Wettkämpfen partizipieren möchte, sollte ein entsprechender Trainingsanzug erworben werden.

Das eigentliche Training beginnt mit dem Angrüßen des Trainers. Der Karateka bekundet damit den Respekt vor dem höher graduierten Trainer und seinen Willen, fair und intensiv zu trainieren. Nun begann eine halbe Stunde Aufwärmtraining. Verschiedenen Laufeinheiten folgte ein intensives Aufdehnprogramm. Karatekas sind unglaublich dehnbar im Beinbereich. Wer hoch kicken will, muss dies wohl auch sein. Aber der Trainer wies die unerfahreneren Karatekas daraufhin, vorsichtig zu sein und nur nach ihren Möglichkeiten diese Übungen mitzumachen. Es wurde also aufgepasst, damit falscher Ehrgeiz nicht zu Verletzungen führte. Gelenkigkeit ist keine Grundvoraussetzung, aber man wird durch Karate auf jeden Fall gelenkiger werden. Ein paar Kräftigungsübungen beendeten das Aufwärmtraining.

Anschließend nannte die Gruppe drei Mal je zwei, drei Übungen und praktizierte diese. Neulingen wurde natürlich erst noch erläutert was sich hinter diesen japanischen Begriffen verbirgt. Nicht nur bei Übungen wird japanisch gesprochen, gezählt wird auch in der Heimatsprache des Sports. Aber nach nur ein paar Wiederholungen hat man das gelernt. Anschließend trainierten wir eine längere Reihenfolge von Bewegungen und besprachen, welchen Zweck einzelne Übungen haben. Eine längere Reihenfolge geschafft zu haben, da ist man schon einen Moment stolz auf sich als Anfänger. Die letzte Übung war Teamwork. In Zweiergruppen bekamen wir jeweils eine Technik genannt, die wir dann zusammen geübt haben. Morote in unserem Fall. Mein erfahrenerer Trainingspartner bewies Geduld mit mir und schaffte es auch, mir was beizubringen. Alle Zweiergruppen präsentierten vor der Gesamtgruppe was sie geübt haben.

Das Training endete wieder mit der respektvollen Verbeugung zwischen Trainer und Karateka. Ich bin dankbar, dass ich teilnehmen durfte und kann es Kampfsportinteressierten nur empfehlen. Einfach Kontakt aufnehmen mit der Abteilung, die Trainer werden einen über die weiteren Möglichkeiten beraten.