Orientierungslauf
Wer sind wir?
Wir sind eine kleine Gruppe von Läufern, die es lieben mit Karte und Kompass durch den Wald zu laufen und dabei ausgetreten Pfade zu verlassen und uns unseren eigenen Weg zu suchen. Auch wenn Orientierungslauf größtenteils ein Individualsport ist, mögen wir die Gemeinschaft und messen uns bei Wettkämpfen gerne mit Teamkollegen.
Orientierungslauf ist ein Freizeitsport für die gesamte Familie und für alle, die Spaß an Bewegung in der Natur haben. Kinder ohne Begleitung der Eltern sollten mindestens 8 Jahre alt sein. Trainiert wird am Wochenende an wechselnden Orten im und um Braunschweig und Wolfsburg. Wir geben individuelle Hilfestellung bei der Bewältigung der Strecke. Zum Training könnt ihr euch per E-Mail anmelden: rihko.struckmann@kabelmail.de oder ivnko@gmx.de . Hier geht es zu den Orientierungslaufkarten.
Was ist Orientierungslauf?
Beim Orientierungslauf (OL) werden mit Hilfe von Karte und Kompass mehrere Kontrollpunkte (so genannte Posten) im für uns mehr oder weniger unbekannten Gelände der Reihe nach angelaufen. Die Standorte dieser Posten sind in einer speziellen Orientierungslaufkarte eingezeichnet. In der Regel sind die Posten zu einer Bahn verbunden und müssen in der vorgegebenen Reihenfolge angelaufen werden. Ziel beim Orientierungslauf ist es, die komplette Bahn in der schnellsten Zeit zu bewältigen.
OL ist eine Sportart für alle Alters- und Fitnessklassen. Der Orientierungsläufer muss sowohl Laufen, als auch Orientieren. Dadurch haben auch langsamere Läufer gute Chancen zu gewinnen.
Orientierungssport gibt es in vielen Spielarten: im Wald, im Park oder auch in der Stadt, individuell oder als Team.
Die Postenstandorte sind im Gelände mit orange-weißen Stoffmarkierungen, den so genannten Postenschirmen, gekennzeichnet und mit einer elektronischen Stempeleinheit versehen, an der der Läufer mit einem mitgeführten elektronischen Chip die Anwesenheit quittiert. Als Hilfsmittel nutzen die meisten Orientierungsläufer einen speziellen OL-Kompass. Zusätzlich werden durch eine Postenbeschreibung die Standorte der Posten exakt erläutert.
Wettkämpfe werden auf allen Ebenen, in vielen Regionen Deutschlands angeboten. Bundesweit wird in den Nachwuchs-, Elite- und Seniorenkategorien um Bundesranglistenpunkte und Deutsche Meisterschaftstitel gekämpft. Hinzu kommen internationale Mehrtagesläufe in der ganzen Welt mit Tausenden von Teilnehmern.
Der MTK Bad Harzburg lockte Deutschlands Orientierungsläufer und internationale Teilnehmer zu gleich drei Deutschen Meisterschaften ins nördliche Harzvorland.
Die Qualifikation zur DM Sprint am Samstag in Bündheim bildete dazu den Aufgalopp im wahrsten Sinne des Wortes. Die Ausrichter hatten sich dazu die malerischen Kulisse des ältesten in Betrieb befindlichen Vollblutgestüts Deutschlands in Bad Harzburg Bündheim als Zieleinlauf der Qualiläufe ausgesucht. Temporeiche Vorläufe mit künstlichen Sperren in den Straßen und engen Posten im Park des Bündheimer Schlosses selektierten die Starterfelder für die A- und B-Finals der DM Sprint und das Halbfinale der DM Knock-Out-Sprint am Pfingstsonntag.
Das Finale der DM Sprint-OL wurde dann im pittoresken Fachwerkstädtchen Osterwiek ausgelaufen. Enge Gassen, versteckte Hinterhöfe und viele künstliche Sperren sorgten für technischen Anspruch. Mit gleich vier Medaillen zeigten sich die MTV Orientierer wie schon bei der DM Mitteldistanz als erfolgreichster niedersächsischer Verein. Silber ging an Ivana Knaupova (D45), Liisa Rihko-Struckmann (D60) und Antje Sobczak (D70). Über Bronze freute sich Udo Sobczak in H70. Mit Platz vier schrammte Jens Struckmann in H60 knapp an einer Medaille vorbei. Tillmann Thomas Tröße kam in der H12 auf einen guten siebten Platz.
Atemlos ging es am Pfingstsonntagnachmittag dann für Ausrichter, Zuschauer und Athleten in den Klassen DH15-18 und DH Elite wieder zurück zum Gestüt in Bündheim. In den erstmalig ausgetragenen DM-Halbfinals des Knock-Out-Sprints kämpften dann jeweils sechs Läuferinnen und Läufer im Massenstart und direkten Vergleich um den Einzug ins Finale am späten Abend. Der Bahnleger hatte dazu alle Register gezogen und die Strecken rund um das Gestüt und durch den Schlosspark mit gewachsenen und künstlichen Labyrinths garniert und sogar Passagen durch die Scheunen und Stallungen des Gestüts geöffnet bekommen.
Den zahlreichen Zuschauern wurden per Videoübertragung von laufenden Kameras und Drohnen sowie GPS-Tracking auf dem Handy spektakuläre Wettkämpfe geboten.
Für den MTV schaffte Magnus Struckmann den Sprung ins Halbfinale, schied dort aber als Vierter seines Heats aus. Roza Burdukova hatte in der Qualifikation nicht die nötiged Top 6 für den Einzugs ins Halbfinale erreicht.
Am Pfingstmontag bei der DM Sprintstaffel stellte die historische und denkmalgeschützte Altstadt von Hornburg mit vielen Fachwerkhäusern rund um die Burg die Läufer erneut vor knifflige Routenwahlen bei höchstem Lauftempo. Der Bahnleger hatte dazu nicht nur enge Gassen und einige Durchgänge auf Hinterhöfe in die Bahnen eingebaut, sondern als Sahnehäubchen eine Passage mit Posten mitten in der Kirche geschaffen.
Der Braunschweiger MTV konnte dabei jeweils Platz 5 verbuchen in den Altersklassen D/H135Team (Jan Knaup, Ivana Knaupova, Johan Sisell) und in der D/H180Team (Jens Struckmann, Liisa Rihko-Struckmann, Udo Sobczak).
Das erste große Saison-Highlight wartete am Wochenende 8.-10. Mai in Kassel auf die deutschen Orientierungsläufer. Nach dem Prolog Parktour-Sprint am Freitagabend, für den der SC Helsa das Quartier Marbachshöhe kartiert und schnelle Bahnen gelegt hatte, ging es am Samstag um die ersten DM-Medaillen. Dazu wartete der OSC Kassel im Habichtswald mit einem steilen Gelände, steinigem Untergrund und wechselnder Belaufbarkeit auf, was alles bot, was man für eine Mitteldistanz erwartet.
Den Glanzpunkt für die MTV-Starter setzte Ivana Knaupova mit der Goldmedaille in der Kategorie D45. Silber ging an Tillmann Thomas Tröße in der H12, während Liisa Rihko-Struckmann (D60), Antje Sobczak (D70) und Udo Sobczak (H70) mit dreimal Bronze dafür sorgten, dass ein Drittel der Medaillen für niedersächsische Vereine nach Braunschweig ging.
Den Abschluss des Wochenendes bildete ein Sprint-Bundesranglistenlauf im und um das Parkstadion in Kassel Baunatal. Auch dort konnten die MTVer gut punkten. Anna Knaup (2. Platz D12), Ivana Knaupova (4. D45), Liisa Rihko-Struckmann (3. D60), Antje Sobczak (3. D70), Jens Struckmann (4. H60) und Udo Sobczak (2.H70) erliefen erneut top Platzierungen für den Braunschweiger MTV.
Mitten im Zentrum von Hannover wurden am 26. April die Landesmeisterschaften im Sprint-Orientierungslauf ausgetragen. Zwischen Landtagsgebäude und Kröpke führten die Bahnen teilweise sogar in den Hannoveraner „Untergrund“. So standen einige Posten in U-Bahneingängen oder in der unteren Ebene des Kröpke. Der MTV hatte 20 Teilnehmer gemeldet und kam mit einer reichen Ausbeute von 11 Medaillen nach Hause. Gold ging nach Zeitaddition von zwei Läufen an Anna Knaup (D12), Katharina Wilke (D35), Ivana Knaupova (D45), Sergei Roskop (H35) und Jens Struckmann (H55). In H35 kam es durch den zweiten Platz von Thomas Tröße sogar zu einem Braunschweiger Doppelsieg, während sein Sohn Tillmann in der H12 und Antje Sobczak (D65) ebenfalls die Silbermedaille errangen. Bronzemedaillen von Liisa Rihko-Struckmann (D55), Johan Sisell (H45) und Udo Sobczak(H65) komplettierten die MTV-Medaillensammlung.






